Resümee für die Wiederverwendbarkeit von Lerninhalt

Es wird deutlich, dass Problemfelder durch das modulare Wiederverwenden von Lerninhalt entstehen. Die Probleme sind nicht vollständig zu beheben, da zum einen die Standardisierung noch nicht umfassend genug und zum anderen eine weitgehende Beeinflussung des Lernenden nicht möglich ist. Eine Weiterentwicklung des LOM-Standards, um das beschriebene Schichtenmodell bzw. weitere didaktische Metadaten würde den Rückfall in die behavioristische Lerntheorie vermeiden. Allerdings muss bei den Autoren des Lerninhalts trotzdem ein Bewusstsein geschaffen werden, dass sie die Metadaten stets vollständig eintragen. Somit wären die technischen und menschlichen Voraussetzungen für den modularen Einsatz geschaffen. Die beschriebenen Maßnahmen gegen das “Fast-Food-Lernen” verringern das Problem dieses Trends, aber ganzheitlich verhindern können sie diesen nicht.

Trotz der vorhandenen Probleme überwiegen die Vorteile, die durch den modularen Einsatz von Lernobjekten gegeben sind. Die Einsparungspotentiale durch die Wiederverwendbarkeit von Lerninhalten sind sehr hoch, sei es durch den mehrfachen Einsatz der Lernobjekte für verschiedene Lektionen und Kurse innerhalb einer Lernplattform oder durch Kooperationen mit anderen Lernanbietern. Zusätzlich bieten sich weitreichende Vorteile für die Individualisierung des Lerninhaltes auf einzelne Lernende. Dadurch können u. a. Schwierigkeitsgrad, Lernmedien und Inhalt personalisiert angeboten werden. Aufgrund der Vorteile einer Individualisierung ist eine weiterführende Forschung in diesem Bereich wünschenswert.

SCORM bietet, durch die Integration von LOM, eine Modularität der Lerninhalte an, welche Interoperabilität und Wiederverwendung dieser gewährleistet. Daher ist die Verwendung von SCORM empfehlenswert.