CourseLab

Das Autorenwerkzeug CourseLab wird von der russischen Firma WebSoft Ltd. betreut und vertrieben. CourseLab liegt in der aktuellen Version 2.4 vor und ist weitgehend kostenlos erhältlich. Kostenpflichtig sind ergänzende Module, wie die Importfunktion von Powerpoint-Dateien (WebSoft Ltd., 2009).

CourseLab Screenshot

Wie auf dem Bildschirmausschnitt zu erkennen ist, ist die Bedienung intuitiv. Vergleichbar mit der Handhabung von Microsoft Office 2003. Den statischen Seiten können per Drag-and-Drop beliebige Objekte hinzugefügt werden. Die möglichen Objekte befinden sich u. a. auf der rechten Bildschirmseite. Es sind verschiedenste Objekte, wie Videos, Avatare und mehrere Lernerfolgskontrollen, einfügbar und beliebig zu verschieben. Eine weitere positive Eigenschaft ist die Möglichkeit der Aktionszuweisung an Objekte. Genauer können Aktionen hinzugefügt werden. Über die Aktionen werden die statischen Lerninhalte interaktiv. Da auch Abfragen von Ereignissen, wie das Erreichen einer gewissen Punktzahl, möglich ist, werden unterschiedliche Abläufe realisierbar. Dadurch ist innerhalb einer Lerneinheit eine Individualisierung möglich, welche dem Lernerfolg dient. Allerdings sind für die Anwendung der Aktionen minimale Grundkenntnisse über Programmierung notwendig. Die Zusammenstellung wird durch Klicken und Eingabe von Werten durchgeführt, aber Begriffe, wie “onclick” und “set success status” müssen bekannt sein. Die weitere Bedienung ist umständlich, aber sobald der Autor eingelernt ist, lassen sich die Lerninhalte einfach erstellen. Die gute Hilfe unterstützt den Autor bei der Erlernungsphase.

Die Unterstützung von Lernerfolgskontrollen ist sehr gut und die Ergebnisse werden automatisch an das Moodle weitergegeben.

SCORM 1.2 und 2004 wird beim Export der Lerneinheiten unterstützt. Aber als Metatags können ausschließlich der Titel und eine Beschreibung eingegeben werden. Zudem werden die Standards der AICC unterstützt. Das Einbinden in Moodle funktioniert, aber bietet Schwierigkeiten. Die angegebenen Größenverhältnisse scheinen nicht zu stimmen und so müssen diese im Moodle angepasst werden. Zudem wird ein eingefügtes Testvideo nicht abgespielt und teilweise werden Fehlermeldungen ausgeworfen.

Insgesamt ist das Programm gut geeignet, um interaktiven Lerninhalt zu erzeugen. Sobald die Bedienung erlernt ist, bietet das Autorenwerkzeug viele Möglichkeiten. Die vorhandenen Fehler, die bei der Veröffentlichung durch Moodle entstehen müssen aber behoben werden. Das Ergebnis der Nutzwertanalyse ergibt 63,02 Punkte.